Passivhäuser: Nur noch geringe Mehrkosten im Vergleich zum konventionellen Neubau

Eingestellt am 28. Jan 2012 • Kategorie: Passivhaus • 2.272 Ansichten

Wer heute ein Haus baut, der steht nicht nur vor gestalterischen Fragen, sondern vor allem auch davor, wie energieeffizient das Haus sein soll. Die zusätzlichen Kosten zum Erreichen bestimmter Effizienz-Standards sind dabei in den letzten Jahren deutlich gesunken. Wie Focus Online berichtet, sind besispielsweise Passivhäuser laut Ludwig Rongen, Bauexperte und Professor an der Fachhochschule Erfurt, mittlerweile so günstig, dass sie auch ohne staatliche Zuschüsse rentabel wären. Konkret würde ein Passivhaus etwa fünf bis zehn Prozent mehr kosten als ein vergleichbarer herkömmlicher Neubau.

Vor allem die massenhafte Serienfertigung vieler Bauteile für Passivhäuser hätten die Kostenschraube stark nach unten gedreht. Besonders deutlich wird dies am Beispiel von dreifach verglasten Fenstern. Kosteten diese vor einigen Jahren schnell noch zweieinhalb Mal soviel wie ein zweifach verglastes Fenster, sind sie heute schon für 10 bis 20 Prozent mehr erhältlich. Diese Mehrkosten lassen sich über die Jahre aber schnell wieder hereinholen, denn ein Passivhaus darf laut Definition nur maximal 1,5 Liter Heizöl pro Quadratmeter verbrauchen. Aufgrund der anhaltend hohen Energiepreise, die auch in Zukunft sicher noch steigen werden, dürfte das Interesse daran sicher auch in Zukunft weiter steigen.

Quelle: Sparsame Häuser: Mehrkosten beim Bau von Passivhäusern sinken, 23. Januar 2012, Focus Online


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