Neues Label für Solarmodule bietet Hausbesitzern bald Hilfe bei der richtigen Wahl

Eingestellt am 28. Jan 2013 • Kategorie: Solarenergie • 2.135 Ansichten

Die Vorauswahl von Solarmodulen könnte zukünftigen Betreibern von Photovoltaikanlagen durch ein neues Label für Solarmodule erleichtert werden. Entwickelt wurde das Label von dem Unternehmen PhotovoltaikZentrum – Michael Ziegler. Es ist auf dem Prinzip des bekannten Energie-Effizienzlabels mit den Klassifizierungen A bis D, die farblich unterlegt sind, aufgebaut. Die Akzeptanz dürfte sehr hoch sein, da jedem Hausbesitzer das Prinzip der Klassifizierung bereits von Elektrogroßgeräten wie Kühlschränken oder Waschmaschinen her vertraut sein dürfte.

Neues Label für SolarmoduleAngebot an Solarmodulen auf dem Markt ist unübersichtlich

Durch das große Angebot an Solarmodulen ist es für Bauherren längst nicht mehr einfach, sich für das passende Solarmodul zu entscheiden. Laut Moduldatenbank der Photovoltaikforum GmbH gibt es derzeit bereits mehr als 55.600 unterschiedliche Solarmodultypen, 25.700 davon werden gegenwärtig im Handel angeboten. Doch die entsprechenden Moduldatenblätter dienen lediglich Profis als Planungshilfe, bei Laien stiften sie eher noch mehr Verwirrung.

Neues Label soll die Vorauswahl erleichtern und Transparenz schaffen

Das neue Label für Solarmodule QULS (Qualität, Umwelt, Leistung und Sicherheit) befindet sich noch in der Entwicklung. Es soll Bauherren als Orientierungshilfe dienen und für Transparenz sorgen. Angebracht werden kann das Label auf der Rückseite von sämtlichen PV-Modulen und auf den Datenblättern. Der einfache Vergleich zwischen den unterschiedlichen Herstellern und Modellen soll dadurch ermöglicht werden. Das Label ersetzt zwar keine fachkundige Beratung, kann aber zur Orientierung für Laien dienen, die aufgrund von fehlendem Fachwissen mit den herkömmlichen Datenblättern überfordert sind. Das Prinzip beruht auf dem bekannten Label “Energieeffizienzklasse” und ebenso auf dem “EU-Reifenlabel”. Bestimmte Klassen, wie Sicherheit und Qualität, werden dabei in Kriterien unterteilt und diese werden erneut durch Gewichtungen bewertet. Die Klassen A bis D werden durch die Summe aller Werte bestimmt. Klasse A bedeutet zum Beispiel, dass das Solarmodul mit einer hohen Punktzahl bewertet wurde und daher uneingeschränkt zu empfehlen ist. Im Gegensatz dazu sollte ein PV-Modul der Klasse D nicht eingesetzt werden.

Einführung des Labels kann europäischen Solarmarkt stärken

Das Label kann zur Stärkung des europäischen Solarmarktes beitragen, da Solarmodule aus Asien durch den langen und klimaschädlichen Transportweg mit hohen Punkteverlusten rechnen müssen. Ein Vorteil für sämtliche europäische Hersteller von Solarmodulen, die sich durch das Label von der Konkurrenz aus Fernost abgrenzen können.

Einführung auf dem Markt erst nach Abschluss der Entwicklungsphase

Da insbesondere beim EU-Reifenlabel nach der Markteinführung scharfe Kritik geübt wurde, werden die Beurteilungen der Marktteilnehmer in der Entwicklungsphase des Labels ernst genommen und berücksichtigt. Dadurch soll einer überstürzten Markteinführung entgegen gewirkt werden. Jede einzelne Person kann seit November 2012 zu dem Projekt Stellung beziehen und neue Vorschläge einbringen. Die Vorschläge werden Ende Januar 2013 ausgearbeitet und bei Bedarf in das Projekt einfließen.

Interessenten finden auf www.photovoltaik-guide.de detaillierte Informationen über das neue Solarmodullabel.


(Anzeige)