Mit einem Blockheizkraftwerk im eigenen Keller die Kosten für Strom und Wärme senken

Eingestellt am 02. Nov 2013 • Kategorie: Heizung & Klima • 1.486 Ansichten

Längst werden die Kosten für Heizung und Strom als sogenannte “zweite Miete” bezeichnet, denn aufgrund kontinuierlicher Preissteigerungen in den letzten Jahren liegen sie nicht selten gleich bei mehreren hundert Euro. Kein Wunder, schließlich sind beispielsweise die Preise für Erdgas in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent nach oben geklettert und beim Strom sieht es sicher nicht besser aus. Kommt dann noch ein besonders kalter Winter wie im Jahr 2012/2013 hinzu, erreichen die Nachzahlungen oft schwindelerregende Höhen. Entgegensteuern lässt es sich dabei am besten mit einer modernen und besonders effizienten Heizungsanlage oder gar einem Blockheizkraftwerk (BHKW), das besonders energieeffizient gleich Wärme und Strom für den Eigenbedarf erzeugt. Unterstützung beim Weg zum eigenen Kellerkraftwerk bietet dabei die Berliner Energieagentur (BEA).

Blick in ein Mini-BHKW
Foto: Berliner Energieagentur (BEA)

Am Anfang der Beratung, die fünf wesentliche Schritte beinhaltet, steht ein Online-BHKW-Check über die Website www.b-e-a.de. Wenn dann nach dieser ersten Analyse die Installation eines BHKW grundsätzlich in Frage kommt, führen BEA-Experten einen Vor-Ort-Check durch. Im Anschluß vermittelt die BEA dann auch geeignete Energieberater und macht Vorschläge für Finanzierung, Installation und Betrieb der Anlage. Erste Einblicke, wie Blockheizkraftwerke helfen, Umwelt und Geldbeutel zu entlasten, liefert die Broschüre “BHKW für Einsteiger”, die Interessierte kostenlos per Post oder als Download erhalten können. Sie führt anhand von 30 Fragen und Antworten auf leicht verständliche Weise in die Technik und die Finanzierung ein.

BHKW sind kleine Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK-Anlagen) und unterliegen dem KWK-Gesetz. Dies bedeutet, das Betreiber für jede Kilowattstunde des erzeugten Stroms einen Bonus in Höhe von 5,41 Cent erhalten – zusätzlich zu den vermiedenen Strombezugskosten und zum Erlös über den Stromverkauf an den Netzbetreiber. Darüber hinaus gibt es für neue Anlagen im elektrischen Leistungsbereich unter 20 Kilowatt auf Antrag beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) einen einmaligen Investitionszuschuss in Höhe von maximal 3.450 Euro.

BHKWs können sich dabei auch schon für kleinere Gebäude mit wenigen Wohnparteien lohnen. Übernimmt ein Energiedienstleister wie die BEA die gesamte Energieversorgung, wird mit dem Gebäudeeigentümer ein Liefervertrag über Wärme, Strom und bei Bedarf auch Kälte abgeschlossen. Die einzelnen Mieter können dann wiederum den günstigen BHKW-Strom aus dem eigenen Kraftwerk im Keller beziehen. Sämtliche Investitionen in das BHKW und die Modernisierung der Heizungsanlage, Planung, Wartung und den fehlerfreien Betrieb der Anlage übernimmt die BEA. Sollten darüber hinaus weitere bauliche Sanierungsmaßnahmen geplant sein, ist durch die hohe Einsparung von Primärenergie, die durch das BHKW erreicht wird, die Voraussetzung für günstige Förderkonditionen, z.B. ein KfW-Kredit, gelegt.


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