Fassade

Eine neue Fassade ist schöner und spart Energie

Das nach dem zweiten Weltkrieg gebaute Haus ist in die Jahre gekommen. Damals war die zur Heizung benötigte Kohle preiswert, die Wände und vor allen Dingen die Fenster waren schlecht isoliert, aber es war gut, nach dem Krieg wieder ein eigenes Dach über dem Kopf zu haben.

Heute gelten andere Maßstäbe. Energie ist teuer geworden und fossile Brennstoffe werden in einigen Jahrzehnten verbraucht sein. Die Umweltbelastung ist gestiegen, da wird es höchste Zeit umzudenken, um unseren Kindern und Enkelkindern eine dann noch lebenswerte Umwelt zu hinterlassen.

Eine Möglichkeit, das Haus optisch und energetisch aufzubessern ist die Erneuerung der Fassade. Es gibt mehrere gute Gründe, die für eine Wärmedämmung der Außenmauern sprechen. Auch wenn der Raum gut geheizt ist, ist eine ungedämmte Außenwand wegen der geringeren Oberflächentemperatur kalt, man fühlt sich nicht wohl, wenn man daran lehnt. Der Temperaturunterschied zwischen der Außenwand, die ungedämmt ist, und dem beheizten Innenraum bewirkt weiterhin, dass die Innenwand feucht wird und sich Schimmel bildet. Der daraus resultierende Modergeruch erfüllt das ganze Haus, das Raumklima ist ungesund, Krankheitserreger finden Raum, um sich ungestört zu vermehren.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Fassade des Hauses aufzubessern. Da durch die anzubringende Dämmung die Außenwände dicker werden, ist zunächst darauf zu achten, dass der Dachüberhang genügend groß ist. Wenn auch an eine Erneuerung der Fenster gedacht ist, dann sollte dies vor der Dämmung geschehen. Für die Außenbeleuchtung müssen weiterhin die Zuleitungen und Befestigungen der neuen Wandstärke angepasst werden.

Polystyrolplatten haben eine gute Dämmeigenschaft und sind verhältnismäßig leicht zu verlegen. Zunächst ist dafür zu sorgen, dass der Untergrund sauber und eben ist, dies gilt auch für die Laibungen der Fenster. Nachdem die Sockelschienen montiert sind, werden die passend zugeschnittenen Dämmplatten an die Wand geklebt.

Die neue Oberfläche kann anschließend mit einem Edelputz versehen werden, der eine weitere Dämmeigenschaft hat. Alternativ können Dämmklinker zum Einsatz kommen. Was auch immer gewählt wird, nach Abschluss der Arbeiten hat das Haus deutlich an Behaglichkeit und Wert gewonnen, die entstandenen Kosten werden schnell durch die Einsparung an Heizenergie ersetzt und letztendlich wurde ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet.

Autor: Reinhard Jänsch




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